Evangelischer Verein für Jugendsozialarbeit in Frankfurt am Main e.V. - Projekt Lernbetrieb Frankfurt am Main

"Wir und die Region“ Damit das Leben gelingt …

Seit Januar 2008 unterstützt die Flughafen Stiftung ProRegion den Evangelischen Verein für Jugendsozialarbeit in Frankfurt am Main e.V., der es sich mit seinem Projekt „Lernbetrieb Frankfurt am Main“ zur Aufgabe gemacht hat, Jugendliche zwischen 14 und 25 Jahren mit negativen Schulerfahrungen, wenig Selbstvertrauen und Perspektivlosigkeit zu fördern und ihnen einen Weg in die gesellschaftliche Integration sowie in die Arbeitswelt zu öffnen. ProRegion stellt für die Förderung von 10 Ausbildungsplätzen in den Jahren 2008 bis 2011 insgesamt 71.750,00 € zur Verfügung.

Der Verein für Jugendsozialarbeit betreibt als gemeinnütziger Träger der freien Jugendhilfe, 27 Einrichtungen und Projekte in Frankfurt am Main. Da uns das durch die Flughafen Stiftung geförderte Projekt „Lernbetrieb“ besonders interessierte, nahmen sich Frau Rogowski und Herr Müller, Mitarbeiter des Evangelischen Vereins für Jugendsozialarbeit, am 23.10.2008 die Zeit für ein persönliches Gespräch und eine Besichtigung der Lernbetriebe.

Das Lernangebot des Vereins ist vielfältig. Die Jugendlichen können zwischen 3 Produktionsbereichen wählen: Handwerk, Gastronomie und Büro. In den verschiedenen Produktionsbereichen haben die Jugendlichen dann die Möglichkeit an Berufsvorbereitungen teilzunehmen, um sich beruflich zu orientieren und zu qualifizieren, sich durch fachtheoretische Kurse Grundqualifikationen anzueignen, sowie anerkannte Zeugnisse bzw. Zertifikate zu erwerben.

 

Neben der Berufsvorbereitung werden jährlich drei Ausbildungsplätze im Bereich Handwerk sowie zwei Ausbildungsplätze im Bereich Gastronomie angeboten. Die Verweildauer im Lernbetrieb beträgt für die Berufsvorbereitungsschüler sowie für die Auszubildenden maximal 24 Monate, wobei im Bereich Handwerk für die Jugendlichen die Möglichkeit besteht, nach zweijähriger erfolgreich abgeschlossener Ausbildung zum „Bauten und Objektbeschichter“, durch ein 3. Ausbildungsjahr die Spezialisierung zum „Maler und Lackierer“ zu erlangen .

Während Berufsvorbereitung und Ausbildung haben Schüler sowie Auszubildende die Chance, ein mehrwöchiges Praktikum zu absolvieren, welches mindestens 4 Wochen andauern soll und nicht zuletzt dazu dient, einen persönlichen Kontakt zum jeweiligen Betrieb herzustellen, der vielleicht später einen Einstieg in die Arbeit oder Ausbildung bedeutet.

Gefördert werden die Jugendlichen individuell, je nach Leistungsstärke und persönlicher Lebensgeschichte.

Außerdem bietet der Lernbetrieb den Jugendlichen zur Vorbereitung einer zukünftigen Ausbildung die Möglichkeit zum Erwerb eines Hauptschulabschlusses. Da insbesondere Jugendliche mit Migrationshintergründen unterstützt werden, wird zusätzlich der Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ angeboten, um sprachlichen Integrationsproblemen entgegenzuwirken.

Ziel des Vereins ist es, die Jugendlichen in ihren Fähigkeiten und Stärken zu unterstützen, sie individuell zu fördern, sie durch positive betriebliche Erfahrungen zu motivieren und sie noch Monate nach Verlassen des Lernbetriebes zu betreuen, um sie bei ihrem Übergang in die Arbeitswelt zu unterstützen, eben weil das Leben gelingen soll!

jugendliche_in_der_ausbildung_im_produkt

Das Foto zeigt einige der Jugendlichen, die im Lernbetrieb Frankfurt am Main ihre Ausbildung im Produktionsbereich Handwerk absolvieren.

Foto: Privat