ProRegion fördert Projekt zur erweiterten vertieften Berufsorientierung für 100 Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen

Träger: Berufsbildungswerk Südhessen gGmbH

Kooperationen: Stiftung ProRegion, Hessisches Kultusministerium, Bundesagentur für Arbeit – Regionaldirektion Hessen

Das bbw Südhessen trägt seit  über 30 Jahren durch Berufsvorbereitung, Erstausbildung, Qualifizierung und Vermittlungsunterstützung sowie ganzheitliche, individuelle Förderung erfolgreich zur beruflichen und sozialen Integration junger Menschen mit besonderem Förderbedarf in die Arbeitswelt bei.

Der Strukturwandel des Arbeitsmarktes mit seinen erhöhten Anforderungen an berufliche Kompetenzen und Qualifikationen stellt besonders Schüler/innen von Förderschulen vor immer größere Herausforderungen, gerade beim Übergang in Ausbildung und Arbeit. Diese jungen Menschen frühzeitig bei ihrer beruflichen Orientierung zu unterstützen ist das Ziel des Programmes. Es startete als Pilotprojekt im Oktober 2009 – aktuell wird der 3. Projektdurchlauf durch die Stiftung ProRegion, die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit und das Hessische Kultusministerium finanziert,

Ziel des Projekts ist es, SchülerInnen mit besonderem Förderbedarf im Schwerpunkt Lernen eine fundierte und gesicherte Berufsorientierung zu ermöglichen, um eine zielorientierte und passgenaue Berufswahlentscheidung zu begleiten.

Zusätzlich unterstützt das Projekt die teilnehmenden Schulen bei dem Aufbau bzw. dem Ausbau des eigenen schulischen Berufsorientierungskonzepts.

 

Projektverlauf im bbw Südhessen

Januar 2013 bis August 2014 – sieben Förderschulen und eine Integrierte Gesamtschule, 100 Schüler/innen

Kompetenzfeststellung (viertägig)

  • Abklärung der Berufseignung
  • Lern- und Förderangebote zur beruflichen Entscheidungsfindung

Praktische Arbeitserprobungen in zwei Berufsfeldern (jeweils einwöchig)

  • Ausprobieren verschiedener Arbeitsbereiche unter realistischen Bedingungen
  • Überprüfung der Erkenntnisse aus der Kompetenzfeststellung
  • Vorbereitung der betrieblichen Praktika

Training arbeitsweltbezogener Sozialkompetenzen (3 Tage) und Überprüfung der Kompetenzentwicklung (4 Tage)

  • Förderung der beruflichen, personalen und sozialen Kompetenzen
  • Förderung teamorientierter, kommunikativer und lebenspraktischer Kompetenzen
  • Vorstellung von grundlegenden Arbeitstugenden und Schlüsselqualifikationen
  • Überprüfung des eingeschlagenen Weges, ggf. Erarbeitung von Alternativen / zusätzlichen Perspektiven.

Im Projektverlauf finden sogenannte „Berufswegekonferenzen“ statt, bei denen die Schüler/innen, ihre Erziehungsberechtigten, Lehrer/innen sowie die zuständigen Rehaberater/innen der Agentur für Arbeit ihre Eindrücke sowie die Ergebnisse der Kompetenzfeststellungen und Arbeitserprobungen erörtern und gemeinsam den weiteren Weg im Berufsorientierungsprozess planen.

Das Projekt wird durch das Hessische Kultusministerium evaluiert und fachlich begleitet.